Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

kodou
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Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Fr 18. Mai 2018, 18:49

Hallo,

ich weiß gerade nicht mehr wohin mit mir.
Ich war heute mit meiner Henne Lotti beim vkTa. Vor zwei Wochen entlastete sie plötzlich das rechte Bein sehr auffällig, also schnappte ich mir die kleine und es ging in die Klinik. Bei der Untersuchung ergab sich keinerlei Symptomatik. Lotti zeigte keine Schmerzen, keine Verletzungen, die Beine waren warm, sie griff fest zu. Ich bekam ein Schmerzmittel als Bedarf, was ich aber nicht gab, da sie keine Symptome mehr zeigte.

Eine Woche darauf, vorletzten Mittwoch, entlastete sie plötzlich das linke Bein. Ich bekam einen Termin für den folgenden Montag. Bis Freitag entlastete Lotti weiterhin links. Seit Mittwoch gab ich wieder Sylimarin (Lotti leidet an einer vergößerten Leber). Am Montag sagte ich den Termin kurzfristig ab, da Lotti über das Wochenende quietschfidel war und ich ihr die anderthalb Stunden Fahrt mit Tram und Bus ersparen wollte.

Gestern nun entlastete sie wieder links, diesmal so sehr, dass sie gar nicht mehr auftrat und sogar beim Umdrehen auf dem Ast fast runter fiel. Das Klettern ging auch nur noch sehr schlecht.

Heute ging ich dann zur offenen Sprechstunde.
Lotti wurde geröntgt, dabei war die Leber stark vergrößert. Die Ärztin meinte, das könnte einen Nerv abdrücken, weshalb es dann zu Mißempfindungen kommt. Sie meinte auch, dass auch ein Nierentumor vorliegen könnte, sich da aber nichts gezeigt hat.
Da Lotti völlig fertig in ihrem kleinen Käfig lag, wurde auf ein Blutbild und Ultraschall verzichtet. Sie bekam noch eine Infusion.
Auf dem Heimweg tippelte sie ein wenig hin und her und seit zwei Stunden, die wir jetzt wieder da sind, hockt sie müde und nach vorn gebeugt da. Sie scheint zu versuchen zu schlafen, scheinbar macht ihr aber das Gleichgewicht abhanden gekommen zu sein, denn sie kippt immer leicht zur Seite und schreckt dann auf.
Jetzt gerade hat sie das neue Sitzbrett angenommen und liegt jetzt drauf, das Köpfchen im Nacken....

Laut vkTa soll ich das ganze weiterhin beobachten, das Schmerzmittel zwei mal täglich und Sylimarin wie gewohnt geben und wenn es schlimmer wird wieder kommen, dann folgen Blutuntersuchung, Ultraschall und evtl stationärer Aufenthalt.

ich bin gerade total fertig, weil Lotti nach der Behandlung völlig geschafft wirkt. Ich habe Angst, dass was schief gelaufen ist und sie mir vielleicht wegstirbt....
Sie war schon während der Wartezeit total anders, hat sich im Transportkäfig auf den Boden gelegt und ganz still gehalten. Sonst ist sie die ganze Zeit dabei zu klettern und versucht auszubrechen....und nun hockt sie auch total müde da.... :cry:
Ich hoffe es ist nur die Anstrengung vom "Ausflug"...


Liebe Grüße, Bianca

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von sweet » Fr 18. Mai 2018, 22:59

Hallo Bianca,

es tut mir leid, dass es Lotti nicht gut geht. Dass sich auf dem Röntgenbild kein Tumor zeigt, ist ja schon ein gutes Zeichen. Zwar kann man einen Tumor nicht ausschließen, aber mein Lenni z.B. hatte einen Nierentumor und als er ein lahmes Beinchen bekam, konnte man den Tumor schon deutlich sehen. Ich würde daher eher davon ausgehen, dass Lotti keinen Tumor hat. Dass Lotti ganz still auf dem Boden saß, liegt vielleicht eher daran, dass sie Schmerzen hatte. So eine vergrößerte Leber tut ja auch ziemlich weh. Wenn sie erst mal mit Schmerzmittel versorgt ist, wird es ihr sicher besser gehen. Wenn Du Lotti nicht im Krankenkäfig unterbringen willst, dann würde ich den Käfigboden mit ein paar Tüchern auspolstern, damit Lotti sich nicht weh tut, wenn sie doch vielleicht mal abstürzt.
Ein bisschen wundert mich schon, dass Lotti kein Medikament für die Leber bekommen hat außer das Sylimarin. Das gibt man doch eher zur Vorsorge. Ob das bei einer akuten Lebervergrößerung hilft, wage ich zu bezweifeln. Ich nehme an, dass die Tierärztin vogelkundig war, wegen des Röntgens. Vielleicht wäre es auch sinnvoll sich eine Zweitmeinung einzuholen, in dem du das Röntgenbild noch einem anderen vogelkundigen Tierarzt vorlegst.

Bitte halte uns auf dem Laufenden. Ich hoffe, dass es Lotti bald wieder gut geht. :daumendrück:
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 19. Mai 2018, 07:51

Hallo sweet,

danke für deine Antwort.
Lotti ist immernoch nicht so richtig die Alte, aber zumindest sitzt sie heute etwas aufrechter und putzt sich zwischendurch etwas.
Ich habe heute morgen das erste mal das Schmerzmittel über etwas Hirse gegeben, das hat sie nach anfänglicher Skepsis auch gefressen. Ich hoffe nur, das genug davon in ihr ankommt bei der Methode. Aber Fangen und in den Schnabel geben ist bei ihr so eine Sache. Sie hat so Angst vor Händen (auch mit Tüchern), dass sie sich einfach fallen lässt und sich lieber verletzt, als gepackt zu werden...also probiere ich es erstmal mit nasser Hirse ;)

Ich wusste gar nicht, dass es noch andere Medikamente für die Leber gibt (also für Vögel mein ich).
Ja die Ärztin war vogelkundig, da ich in eine Klinik gehe, hab ich auch immer mal andere Ärzte.
Für das lange Wochenende haben die auch Notfallsprechstunde und ich hab auch glücklicherweise einen lieben Menschen, der extra von außerhalb kommen könnte, um uns zu fahren.

Werde heute auch mal online einen Großeinkauf für Sitzbretter und Co starten, damit Lotti vielleicht doch was zum Liegen annimmt. Das kleiner gesägte flache Brettchen aus der Nagerabteilung steht ihr zum Dauerliegen nicht an, also wird es wohl etwas aus Kork werden,das ist auch etwas weicher. Vielleicht hast du ja noch Tipps für mich, so als erfahrene Besitzerin eines kleinen Humpelwellis ;)
Ich hol dann mal noch diese Küchenrolle zum Polstern.

Danke und liebe Grüße,
Bianca

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von sweet » Sa 19. Mai 2018, 10:06

Hallo Bianca,

schön, dass es Lotti heute etwas besser geht. Die Methode, die du anwendest, um Lotti Schmerzmittel zu geben, wende ich bei meiner Blümchen Lotte auch an. Sie bekommt täglich ein Herzmedikament. Dazu gebe ich den Tropfen (0,05ml) auf die Kolbenhirse. Man muss nur aufpassen, dass der Tropfen nicht verläuft. Mittlerweile hat Blümchen Lotte gelernt, den Tropfen zu aufzunehmen und dann darf sie noch etwas von der Kolbenhirse naschen. Darüber bin ich sehr froh. Es ist doch für alle eine Erleichterung. Deine Lotti wird es sicher auch bald lernen.
Ich hatte immer wieder behinderte Tiere in meinem Schwarm. Da habe ich gelernt, wie man Brettchen und Stangen abpolstern. Die einfachste, wenn auch nicht ganz billige Methode ist, wenn du dir beim Tierarzt Pfötchenverband (Kreppverband) holst. Das müsste es auch in der Apotheke geben. Damit kann man das Liegebrettchen gut umwickeln. Wenn du darunter noch etwas Küchenrollenpapier gibst, dann hast du ein schönes Polster. Es dauert aber eine Zeit, bis die Tiere das annehmen. Den Boden habe ich mit alten Hantüchern ausgelegt und darüber Küchenpapier gelegt.

Liebe Grüße

Marlene
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 19. Mai 2018, 10:13

sweet hat geschrieben:
Sa 19. Mai 2018, 10:06
Hallo Bianca,

schön, dass es Lotti heute etwas besser geht. Die Methode, die du anwendest, um Lotti Schmerzmittel zu geben, wende ich bei meiner Blümchen Lotte auch an. Sie bekommt täglich ein Herzmedikament. Dazu gebe ich den Tropfen (0,05ml) auf die Kolbenhirse. Man muss nur aufpassen, dass der Tropfen nicht verläuft. Mittlerweile hat Blümchen Lotte gelernt, den Tropfen zu aufzunehmen und dann darf sie noch etwas von der Kolbenhirse naschen. Darüber bin ich sehr froh. Es ist doch für alle eine Erleichterung. Deine Lotti wird es sicher auch bald lernen.
Ich hatte immer wieder behinderte Tiere in meinem Schwarm. Da habe ich gelernt, wie man Brettchen und Stangen abpolstern. Die einfachste, wenn auch nicht ganz billige Methode ist, wenn du dir beim Tierarzt Pfötchenverband (Kreppverband) holst. Das müsste es auch in der Apotheke geben. Damit kann man das Liegebrettchen gut umwickeln. Wenn du darunter noch etwas Küchenrollenpapier gibst, dann hast du ein schönes Polster. Es dauert aber eine Zeit, bis die Tiere das annehmen. Den Boden habe ich mit alten Hantüchern ausgelegt und darüber Küchenpapier gelegt.

Liebe Grüße

Marlene

Hallo Marlene,

darf ich dich fragen, warum der Tropfen nicht verlaufen darf? Musste heute die Hirse erst auseinanderkrümeln und dann mit dem Schmerzmittel benetzen, da sie das Stück Hirse mit Tropfen drauf nicht nehmen wollte.

Und danke für den Tipp mit dem Pfötchenverband, da schau ich mal was es so gibt, wo Lotti nicht mit ihren Krallen drin hängen bleibt =)

Liebe Grüße,
Bianca

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von Sabine » Sa 19. Mai 2018, 10:15

Hallo Bianca,

Leberprobleme sind bei Wellis leider weit verbreitet. Ich habe hier auch Kandidaten sitzen.
Mein TA empfiehlt da auch immer noch Lactulose. (das bekommst Du in der Apotheke). Darin kannst Du dann noch ein wenig vom Sylimarin auflösen. Das kann man dann prima ins Trinkwasser geben. Ich hoffe Lotti trinkt auch genug.

Alamin, das ist ein Pulver, das Wasser löslich ist, würde ich an deiner Stelle ebenfalls noch besorgen. (gibt es im Internet)

Darf ich denn fragen ob Lotti bei dir alleine lebt?

Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen, daß es ihr bald besser geht. :daumendrück: :daumendrück:
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von sweet » Sa 19. Mai 2018, 10:38

kodou hat geschrieben:
Sa 19. Mai 2018, 10:13

Hallo Marlene,

darf ich dich fragen, warum der Tropfen nicht verlaufen darf?
Das ist nur, damit ich sehe, ob Blümchen Lotte das Medikament auch wirklich aufnimmt und wie viel davon. Außerdem weiß sie, dass sie erst den Tropfen aufnehmen muss, bevor sie leckere Kolbenhisre naschen darf. Die Medikamente einfach über die Kolbenhirse oder ins Trinkwasser zu geben hat den Nachteil, dass du nicht weißt, wie viel das Tier tatsächlich aufgenommen hat. Es ist allerdings etwas Übungssache.

Edit: Ich gebe die Medikamente übrigens früh am Morgen, wenn die Tiere gerade aufgestanden sind. Da haben sie noch nicht getrunken. Es kann sein, dass das Blümchen auch motiviert erst den Tropfen auf der Hirse zu trinken.
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 19. Mai 2018, 11:04

Sabine hat geschrieben:
Sa 19. Mai 2018, 10:15
Hallo Bianca,

Leberprobleme sind bei Wellis leider weit verbreitet. Ich habe hier auch Kandidaten sitzen.
Mein TA empfiehlt da auch immer noch Lactulose. (das bekommst Du in der Apotheke). Darin kannst Du dann noch ein wenig vom Sylimarin auflösen. Das kann man dann prima ins Trinkwasser geben. Ich hoffe Lotti trinkt auch genug.

Alamin, das ist ein Pulver, das Wasser löslich ist, würde ich an deiner Stelle ebenfalls noch besorgen. (gibt es im Internet)

Darf ich denn fragen ob Lotti bei dir alleine lebt?

Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen, daß es ihr bald besser geht. :daumendrück: :daumendrück:
Hallo Sabine,

danke für die Hinweise, werde mich zu den Mitteln mal informieren =)
Lotti trinkt eigentlich genug denke ich. Natürlich seh ich das nicht den ganzen Tag, aber so drei bis viermal sitzt sie schon am Trinknapf und dann ist noch Gurke und Golliwoog für die Flüssigkeit da =)

Meine Lotti hat einen Hahn, sie lebt bei mir nicht allein =)

Liebe Grüße, Bianca

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 19. Mai 2018, 11:06

sweet hat geschrieben:
Sa 19. Mai 2018, 10:38

Das ist nur, damit ich sehe, ob Blümchen Lotte das Medikament auch wirklich aufnimmt und wie viel davon. Außerdem weiß sie, dass sie erst den Tropfen aufnehmen muss, bevor sie leckere Kolbenhisre naschen darf. Die Medikamente einfach über die Kolbenhirse oder ins Trinkwasser zu geben hat den Nachteil, dass du nicht weißt, wie viel das Tier tatsächlich aufgenommen hat. Es ist allerdings etwas Übungssache.

Edit: Ich gebe die Medikamente übrigens früh am Morgen, wenn die Tiere gerade aufgestanden sind. Da haben sie noch nicht getrunken. Es kann sein, dass das Blümchen auch motiviert erst den Tropfen auf der Hirse zu trinken.
Ah ok =) Danke!
Ich muss zwei mal täglich geben, das heißt einmal mach ich früh und einmal abend. Ist leider zeitlich etwas schwer, da ich im Schichtdienst arbeite, aber ich hoffe das macht keinen Unterschied. Ich und Lotti werden das schon irgendwie hinbekommen =) Sie sucht sich jetzt grad immer mal das Sitzbrett zum verschnaufen. Zwar nur kurz, aber ich denke sie merkt, dass es gut tut.

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von ela67 » So 20. Mai 2018, 09:20

Gute Besserung :daumendrück: :klee: :daumendrück: für deine liebe Lotti !
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Fr 27. Jul 2018, 13:29

Hallo...

nun habe ich hier noch gar nicht so richtig in dieses Forum gefunden und dann ist meine erste Meldung nach langer Zeit eine sehr traurige.

Heute Nacht musste ich leider meine Lotti gehen lassen.
Eigentlich sah alles wieder gut aus. Trotz das sie das Schmerzmittel ablehnte, belastete sie bald wieder beide Füßchen und wirkte fit wie zuvor.
Vor zwei Wochen etwa stellte ich dann fest, dass sie grünen, flüssigen Harn ausschied und der Kot nur noch darn schwamm.
Am letzten Freitag schaffte ich es dann zum vkTa und nach einigen Untersuchungen stellte man einen Nierentumor fest. Unheilbar. Die Zeit die sie noch hat - unbekannt. Einschläfern kam nicht in Frage, da sie und ihr Prtner Bubi noch schnäbelten, sich putzten und sie noch gut fraß. Ich durfte sie also wieder mit nach Hause nehmen.
Ab dem Tag musste ich sie nun leider täglich einfangen und ihre Kloake von Harn und Kot befreien. Lotti rupfte und kratzte sich die Kloake komplett nackt, aber die fraß, half Bubi bei der Mauser, schnappte nach der Hirse...
und dann kam der Mittwoch Abend. Lottis Kloake war so verklebt, das ich Angst hatte sie würde keinen Kot mehr absetzen können. Ich fing sie also ein, aber sie wand sich aus meiner Hand und fiel etwa 20-30cm tief auf den Käfigboden...sie kam seitlich auf und konnte nun plötzlich nicht mehr fliegen.
Ich rief den Tiernotdienst und die Ärztin konnte keinen Bruch feststellen. Sie gab Lotti ein Schmerzmittel und es ging ihr schnell etwas besser.
Am folgenden Morgen sah dies jedoch schon wieder anders aus. Lotti zeigte deutlich Schmerzzeichen, nahm ansonsten jedoch weiter am Leben teil. Ich gab erneut das Schmerzmittel am Morgen und dann nochmal am Donnerstag Abend. Leider schien es nicht mehr anzuschlagen. Lotti zeigte kontinuierlich Schmerz und als ich die Voli abgedeckt und die Licher gelöscht hatte, hörte ich es plötzlich "plätschern". Lotti verlor quasi unkontolliert große Mengen Harnsäure, wechselte zwar nochmal den Platz, wirkte aber sonst völlig apathisch und pumpte sehr schlimm.
Bubi saß eine ganze Zeit neben ihr, bis er sich dann doch zurück zog.
Ich rief nochmals den Tiernotdienst...

Ich hatte mir an diesem Tag soviele Gedanken gemacht, wann wohl der richtige Zeitpunkt sei, sie gehen zu lassen. Ich fühlte mich so hilflos, weil es nichts gab, was ich tun konnte bei dieser Diagnose. Ich wollte sie nicht um ihre Zeit betrügen, hofte immernoch auf den rettenden Strohhalm....aber ich sah sie leiden und meine Hoffnungen schwanden....und ich war so hin und her gerissen....und dann nahm mir meine kleine tapfere Lotti diese schwere Entscheidung ab. Sie zeigte so deutlich, dass sie Qualen litt, dass ich sie erlösen ließ.
Zwischen 2:30 Uhr und 2:45 Uhr vergangene Nacht war es nun soweit....meine kleine, hübsche Lotti schlief ein. Nocheinmal berührte ich ihre zarten Federn und sah, wie sie unter der Narkose die Augen schloss. Als es dann vorbei war, legte ich sie zu Bubi an die Voliere. Er wirkte (vielleicht auch ob der Uhrzeit und des Schlafmangels) etwas verstört.

Heute morgen rief er mit einem herzzereißenden Schrei nach seiner Lotti. Er hörte nicht auf zu rufen und flog und kletterte alle Orte ab, an denen sie beide zusammen gesessen hatten.
Nun hockt er total still auf einem Ast, spreizt die Flügel ab und atmet durch den Schnabel. Zwischendurch singt er ein bischen.
Meine Hand, trotz Hirse, meidet er nun völlig. ich stehe verzweifelt vor meinem kleinen einsamen Hähnchen und weiß nicht, wie ich ihm begreiflich machen soll, das Lotti nicht mehr wieder kommen wird. Ich kann doch noch nichtmal selbst begreifen, dass sie nicht wieder kommt, dass ich die letzte Nacht, den Sturz, die Diagnose nicht ungeschehen machen kann...

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von nati » Fr 27. Jul 2018, 14:07

Ach je, was hast Du durch gemacht. Mein herzliches Beileid. Das der Kleine jetzt ein wenig verstört ist, kann ich mir gut vorstellen. Ihm fehlt ja jetzt seine Partnerin. Vielleicht findest Du ja schnell hier im Forum ein Mädchen für ihn. Aber erst einmal musst Du den Verlust verarbeiten und dafür wünsche ich Dir viel Kraft. :troest:
LG
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Fr 27. Jul 2018, 14:20

Hallo nati,

Dankeschön!
Meine kleine Lotti ist noch bei mir. Ich werde sie morgen zum Tierbestatter bringen. Ich habe bereits für Bubi geschaut, nach einer hübschen Freundin, jedoch ist wohl aktuell in Leipzig (außer dem Tierheim) kein Vogel zur Vermittlung. Zumal Bubi ja nun auch schon zur älteren Sorte zu zählen scheint und ich ihm kein ganz junges Mädel an die Seite setzen mag.
Und derzeit fühle ich mich auch eher, als würde ich die beiden betrügen, wenn ich gleich den nächsten Welli bringe. Lotti, weil ich sie so schnell "ersetzen" würde und Bubi, weil ich ihm einen Ersatz vorsetzen würde....
Aber er darf nicht so lange allein bleiben....

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von sweet » Fr 27. Jul 2018, 17:19

Oh nein. Es tut mir sehr leid, dass Lotti eingeschläfert werden musste. :cry:
Ich drücke die Daumen, dass Bubi bald wieder eine Partnerin an seiner Seite hat. :daumendrück:

Alles Gute im Regenbogenland, kleine tapfere Lotti. :cry:
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von Ringeltaube » Fr 27. Jul 2018, 17:48

Ach, das ist ja wirklich traurig, dass tut mir von Herzen leid für Dich! :troest:

Ich hoffe, dass sich bald wieder ein Partnervogel für Deinen Bubi findet.

Ihr Armen, ich hatte gehofft, dass Lotti wieder gesund wird! :schnief:
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von ela67 » Fr 27. Jul 2018, 18:14

Wie traurig ! :schnief:
Mein Beileid zu deinem großen Verlust ! :troest:
Und klar, :( Lotti ist nicht zu ersetzen.
Denn jedes Lebewesen ist einzigartig.
Aber du solltest deinen Bubi wirklich nicht zu
lange alleine lassen. :sad:
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 28. Jul 2018, 05:51

Vielen Dank für eure lieben Worte...
Gestern habe ich Lottis Kistchen fertig gemacht. Ich habe noch ein paar Federn von Bubi mitgegeben, damit sie etwas von ihm hat und nicht so allein ist. Und eine Scheibe von ihrem ersten Kork, sowie natürlich Hirse, jetzt muss sie ja nicht mehr auf die Leber achten und darf alles und soviel fressen was sie mag :)

Ich frage mich immer wieder ob ich eher hätte etwas erkennen können. Ob das Fußentlasten schon das erste Anzeichen war, auch wenn auf dem Röntgenbild nichts zu sehen war.
Aber so wie es lief, vielleicht sollte es so sein.
Ich hatte so lange überlegt ob ich sie bis zum Wochenende durch bekomme, weil ich Angst hatte allein zu sein, wenn sie erlöst werden muss...und dann sucht Lottchen sich die Nacht aus. Vielleicht wollte sie, das es nur wir drei sind, so wie es immer nur wir drei waren.
Es fällt mir im Moment nur so schwer nicht das Gefühl zu haben versagt zu haben. Wir haben alles überstanden....die vergrößerte Leber, die Xanthomatose, die Ataxie damals....Lotti hatte soviel und wir haben alles hin bekommen. Und dann mussten wir uns innerhalb einer Woche einer solchen Diagnose beugen und ich bekam nichts, was hätte helfen können an die Hand.
Und nachher muss ich mein Lottchen endgültig gehen lassen und werde verstehen müssen, dass das kein Alptraum ist, aus dem ich irgendwann erwache.

Bubis Leid macht es für mich noch schwerer. Wenn ich leide ist das so, aber sein Leid zu sehen tut mir weh. Ich werde ihn nicht lang allein lassen. Ich suche ihm eine neue Freundin, die Lotti zwar nie wird ersetzen können, aber für ihn den Schmerz vielleicht etwas mildert.

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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von sweet » Sa 28. Jul 2018, 08:29

Hallo kodou,

ich habe nun schon fast zwanzig Jahre Wellensittiche. Und bisher war es bei mir immer so, dass ich mir Vorwürfe machte, wenn ein Tier starb. Irgendwie hat man das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, obwohl man alles für das Tier gemacht hat, was möglich war. Das ist ein Ausdruck der Trauer. Wir können mit einem kranken Vogel nur zu einem vogelkundigen Tierarzt gehen und den Vogel nach Anweisungen des Tierarztes behandeln. Mehr geht leider nicht. Du hast alles Menschenmögliche für deine Lotti getan. Etwas anderes hättest du für die Kleine nicht tun können.
Ich wünsche dir, dass du schnell eine Partnerin für Bubi findest. Die neue Kleine wird euch beide über den Verlust von Lotti hinweghelfen.

Liebe Grüße
Marlene
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von Ringeltaube » Sa 28. Jul 2018, 10:45

Hallo kodou,

ich kann mich Marlene nur in jedem Punkt anschließen.
Bei jedem Vogel, der hier stirbt, und das waren leider schon viele :cry: , mache ich mir Vorwürfe. Rational betrachtet ist das wirklich nicht nötig. Ich gehe bei jedem kleinen Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, zum vogelkundigen Tierarzt und stecke sehr viel Liebe, Zeit, Geld und Mühe in die Pflege der Kleinen. Trotzdem habe ich immer den Gedanken: Warum habe ich nicht früher, besser, anders gehandelt.
Das bringt aber wirklich nichts außer zusätzlichem Kummer.

War ich unachtsam, nachlässig, gleichgültig?
Nein, wirklich nicht.
Manchmal sehe ich ein Krankheitszeichen erst spät, weil die Kleinen so gut "gesund" vorspielen können. Aber dann handle ich sofort. Manchmal stirbt ein Vogel ohne Vorwarnung, so wie auch Menschen überraschend sterben können. Manchmal sehe ich es früh, das Tier wird behandelt und stirbt trotzdem. Manchmal wird ein Tier über Jahre behandelt, und wenn es stirbt, sage ich mir nicht, toll, ich habe es durch gute Pflege geschafft, dass der Vogel noch eine lange, lebenswerte Zeit hatte, sondern: Warum hat die Behandlung diesmal nicht mehr geholfen?

Wir Menschen sind einfach von "allmächtig" weit entfernt und jedes Lebewesen stirbt irgendwann. Das ist eine Tatsache, die wir vom Kopf her wissen, aber gefühlsmäßig nicht wahr haben wollen.

Ich habe aufmerksam gelesen, was Du geschrieben hast. Du hast alles für Lotti getan, mehr ging nicht.
Ein glückliches und behütetes Leben ist zu Ende gegangen, weil es an der Zeit war.

Nach meiner Erfahrung trösten sich die meisten Partnervögel relativ schnell, wenn sie wieder Gesellschaft bekommen. Sie machen weiter mit dem Leben, weil sie im Hier und Jetzt leben, statt lange zurück zu schauen.

Ich bin schon lange der Meinung, wir sollten von unseren Vögelchen lernen...

Ich wünsche Dir sehr, dass Du nicht mehr lange so traurig sein musst und bald mit einem Lächeln an die Zeit mit Lotti denken kannst. Und dass es Bubi mit einem neuen Partner auch bald wieder gut geht!
Liebe Grüße
Anette
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Re: Fußentlastung und völlig fertig nach Tierarztbesuch

Beitrag von kodou » Sa 28. Jul 2018, 13:42

Liebe Marlene, liebe Anette,

Danke das ihr eure Erfahrungen mit mir teilt.
Es tut gut zu lesen, dass es anderen Wellensittichfreunden auch so geht....natürlich meine ich nicht, das es schön ist, dass ihr auch so unter Selbstvorwürfen leidet, sondern wenn ich lese, dass dies wohl zur Trauer gehört und hoffentlich bald vorüber geht.
Ich habe Lotti heute nochmal dafür gedankt, dass sie für Bubi und mich da war und dass sie mir vertraut hat, auch wenn ich ihr letztlich nicht mehr helfen konnte...

Nachdem mein Hahn mich bis heute früh komplett gemieden hat, kam er, kurz bevor ich unsere Kleine abgeben musste, plötzlich zu mir, blieb bei mir sitzen und sang mir etwas vor.
Ich denke, wir schaffen das schon irgendwie.
Nachher geht es erstmal noch ins Tierheim, vielleicht wohnt dort der neue Partnervogel :)

Liebe Grüße,
Bianca

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